Am 22. Februar 1958 hielt der Kriegerverein Utzmemmingen eine Versammlung ab mit dem Ziel, eine Schützenabteilung zu gründen. Von dieser Idee waren 17 Anwesende angetan und traten der neugegründeten Abteilung bei. Als Schützenmeister wurde Hans Schiele gewählt, der schon 22 Jahre Erfahrung im Schießsport hatte. Die neue Schützenabteilung gab sich den Namen "St.-Martins-Schützen" und wählte das Gasthaus "Zum Ochsen" zu ihrem Vereinslokal. Da einzelne Mitglieder zu den bayerischen Vereinen schon Kontakt hatte, schloss man sich dem BSSB an. Um den Schiessbetrieb aufnehmen zu können, wurden 2 Gewehre und Zugstände gekauft, die durch Spenden bezahlt wurden. Beim am 9. März 1958 stattfindenden Eröffnungsschiessen nahmen bereits 26 Schützen teil und es wurde von Erwin Knötzele gewonnen.
Schon ein Jahr nach der Vereinsgründung befasste man sich mit der Beschaffung einer eigenen Vereinsfahne. Um dieses Ziel schneller verwirklichen zu können, wurden von einigen Mitgliedern Theaterstücke aufgeführt. Bereits 4 Jahre nach Gründung der Schützenabteilung konnte die neue Vereinsfahne geweiht werden. Die Mitglieder der Abteilung kauften sich einheitliche Anzüge mit Hut und feierten ihr Fest am 26. und 27. Mai 1962 mit einem großen Preisschiessen. Als am Sonntag Nachmittag der Festzug mit 23 Gastvereinen durch die Strassen zog, war das ganze Dorf geschmückt. Die Patenschaft für die neue Vereinsfahne hat die Schützengesellschaft Kleinerdlingen-Holheim übernommen.
Im Jahr 1959 wurde zwischen den Schützenvereinen Goldburghausen, Herkheim, Löpsingen und Utzmemmingen beschlossen, jedes Jahr im Wechsel ein Pokalschießen zu veranstalten. 1967 trat an die Stelle von Herkheim Grolßelfingen und konnte gleich beim ersten Mal das Schießen gewinnen. Die Sieger der bisherigen 20 Schießen waren je 1mal Großelfingen und Goldburghausen und 18mal Utzmemmingen.
Am 1. Januar 1963 trennte sich die Schützenabteilung vom Kriegerverein und ist seit dieser Zeit ein selbständiger Verein unter dem Namen "St.-Martin-Schützen". Im Juli 1969 wurde unter der Leitung von Helmut Beck eine Jugendabteilung gegründet, für welche Alban Herrling eine Jugendschützenkette stiftete.
Im Jahr 1971 gab sich der Verein eine eigene Vereinssatzung und ließ sich ins Vereinsregister eintragen.
Das Volkslauffieber erfasste auch die Utzmemminger Vereine und so führten der Sportverein und der Schützenverein 1972 den 1. Ofnethöhlen-Volkslauf durch.
Das 15jährige Jubiläum wurde im Oktober 1973 zusammen mit den Patenvereinen Kleinerdlingen und Hubertus Kösingen gefeiert. Dazu wurde ein Preis- und Geflügelschießen veranstaltet.
Da die Schießanlage im Vereinslokal Gasthaus "Zum Ochsen" bei nunmehr 110 Schützen zu klein ist und auch das Landratsamt Bedenken anklingen ließ, befasste sich der Ausschuss l976 mit dem Gedanken, ein Schießhaus zu bauen. Aus diesem Grund musste der Verein seine Mitgliedschaft beim BSSB auflösen und zum WSSB übertreten, um Zuschüsse zu bekommen. Dieses Vorhaben konnte leider bis heute noch nicht verwirklicht werden, da sich verschiedene Bürgerinitiativen dagegen ausgesprochen haben. Dafür ging es sportlich aufwärts, konnte die 1. Mannschaft gleich im ersten Jahr Sieger in der Kreisklasse werden und in die Bezirksklasse aufsteigen.
Im März 1979 nahmen 11 Schützen an einem Lehrgang für die Sprengstofferlaubnis teil und gründeten eine Feuerschützenabteilung. Die Feuerschützen stellten sich in ihrer Gründungsversammlung das Ziel, das kulturelle Lehen in der Gemeinde zu bereichern und alte Bräuche wieder aufleben zu lassen. Dazu wurde eine original Tiroler Tracht und ein Vorderlader von jedem Schützen gekauft. Nach einem Eröffnungsschießen auf eine handgeschnitzte Scheibe wird nun auch an Vorderladerrundenwettkämpfpfen teilgenommen. Es wurden auch Schuhplattler-Tänze einstudiert und verschiedentlich aufgeführt. Der Stolz der Feuerschützen ist ihre Salutkanone.
Da das Bauvorhaben "Schießhaus" vorerst nicht verwirklicht werden kann, wurde 1981 von der Gemeinde der Vorschlag gemacht, im Keller der neuen Römerhalle eine vorübergehende Schießanlage einzurichten. Der Schießbetrieb wurde zwischenzeitlich in der in Eigenleistung erstellten Anlage aufgenommen.
Am 14. Juni 1982 hat der Ausschuss beschlossen, das 25jährige Vereinsjubiläum in einem würdigen Rahmen mit Schützenfest und Umzug zu feien. Leider kann unser Ehrenschützenmeister an diesem Fest nicht mehr teilnehmen, da er unerwartet im September 1982 verstarb.
Im Oktober 1982 begannen die Mitglieder des Vereins das Untergeschoß der neuen Römerhalle für den Schützenverein auszubauen. Der neue Schießraum wurde mit dem Königsschießen anfang Januar 1983 in Betrieb genommen. Die offizielle Einweihung erfolgte mit einem Tag der offenen Tür am 12. März 1983.
Am 31. Dezember 1999 veranstalteten die St. Martinschützen im Festzelt auf dem Riegelberg einen großen Silvesterball ins Jahr 2000.